UFFB Shorts: Kurzfilmprogramm I
- Off-time | Nata Metlukh | 11'
- Prelude | Alina Panasenko | 14'
- Nachtschift | Megumi Lim | 29'
- Spaziere | Daria Zhuravel | 7'
- Zusätzliche Szenen | Roman Khimei, Yarema Malashchuk | 17'
6. Ausgabe
24 Ergebnisse
UFFB Shorts: Kurzfilmprogramm I
2024/2025
Kurzfilme
UFFB Shorts: Kurzfilmprogramm I
Dokumentarfilm · Ukraine, Dänemark, Schweden, Frankreich · 2024
Olha Zhurba · 95'
Ein eindringliches Film-Tagebuch über den Alltag inmitten des Krieges in der Ukraine – voller poetischer Bilder, leiser Momente und Spuren der Zerstörung.
Wed, 22 Oct 2025, 18:00 + Q&A
Festival Opening: silent green Kulturquartier
Gerichtstraße 35, 13347 Berlin
Wed, 22 Oct 2025, 18:00 + Q&A
Festival Opening: silent green Kulturquartier
Gerichtstraße 35, 13347 Berlin
Hauptprogramm
Ein eindringliches Film-Tagebuch über den Alltag inmitten des Krieges in der Ukraine – voller poetischer Bilder, leiser Momente und Spuren der Zerstörung.
Wed, 22 Oct 2025, 18:00 + Q&A
Festival Opening: silent green Kulturquartier
Gerichtstraße 35, 13347 Berlin
Dokumentarfilm · Belgien, Ukraine, Frankreich · 2025
Yegor Troyanovsky · 93'
Zwei Front-Sanitäterinnen – „Cuba“ und „Alaska“ – zeigen in Handy- und Bodycam-Aufnahmen Mut, Humor und unerschütterliche Freundschaft mitten im Krieg.
Sun, 26 Oct 2025, 18:00 + Q&A
Closing & Award ceremony: silent green Kulturquartier
Gerichtstraße 35, 13347 Berlin
Sun, 26 Oct 2025, 18:00 + Q&A
Closing & Award ceremony: silent green Kulturquartier
Gerichtstraße 35, 13347 Berlin
Hauptprogramm
Zwei Front-Sanitäterinnen – „Cuba“ und „Alaska“ – zeigen in Handy- und Bodycam-Aufnahmen Mut, Humor und unerschütterliche Freundschaft mitten im Krieg.
Sun, 26 Oct 2025, 18:00 + Q&A
Closing & Award ceremony: silent green Kulturquartier
Gerichtstraße 35, 13347 Berlin
UFFB Shorts: Kurzfilmprogramm II
2024/2025
Kurzfilme
UFFB Shorts: Kurzfilmprogramm II
Dokumentarfilm · Ukraine, Frankreich, Luxemburg, Niederlande · 2024
Kateryna Gornostai · 125'
Timestamp begleitet junge Menschen in der Ukraine, deren Alltag vom Krieg überschattet ist. Mit einer Mischung aus dokumentarischem Realismus und poetischen Momenten zeigt der Film, wie eine Generation zwischen Unsicherheit, Freundschaft und dem Willen zum Weitermachen ihren eigenen Weg sucht.
Hauptprogramm
Timestamp begleitet junge Menschen in der Ukraine, deren Alltag vom Krieg überschattet ist. Mit einer Mischung aus dokumentarischem Realismus und poetischen Momenten zeigt der Film, wie eine Generation zwischen Unsicherheit, Freundschaft und dem Willen zum Weitermachen ihren eigenen Weg sucht.
Ein intensiver Dokumentarfilm über die ukrainische Gegenoffensive, der die Härte des modernen Grabenkampfes mit Momenten menschlicher Nähe verbindet und die Themen Angst, Mut und Überleben eindringlich beleuchtet.
Sat, 25 Oct 2025, 19:00 + Q&A
CineStar Kino in der Kulturbrauerei
Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin
Sat, 25 Oct 2025, 19:00 + Q&A
CineStar Kino in der Kulturbrauerei
Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin
Hauptprogramm
Ein intensiver Dokumentarfilm über die ukrainische Gegenoffensive, der die Härte des modernen Grabenkampfes mit Momenten menschlicher Nähe verbindet und die Themen Angst, Mut und Überleben eindringlich beleuchtet.
Sat, 25 Oct 2025, 19:00 + Q&A
CineStar Kino in der Kulturbrauerei
Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin
Ein persönlicher Videobrief von der Front, der den Krieg zugleich als kollektive Realität und individuelle Erfahrung zeigt – geprägt von Gefahr, Erschöpfung und Momenten der Nähe.
Hauptprogramm
Ein persönlicher Videobrief von der Front, der den Krieg zugleich als kollektive Realität und individuelle Erfahrung zeigt – geprägt von Gefahr, Erschöpfung und Momenten der Nähe.
Dokumentarfilm · Frankreich, Österreich, Ukraine · 2024
Yelizaveta Smith, Alina Gorlova, Simon Mozgovy · 111'
Militantropos (lat. „milit“ – Krieger, gr. „antropos“ – Mensch) bezeichnet den Zustand des Menschen im Krieg. Diese Erfahrung fordert eine ständige individuelle und kollektive Transformation, bei der Krieg zur Bedingung des Weiterlebens wird.
Sat, 25 Oct 2025, 16:00
Prenzlauer Allee 80, 10405 BerlinAnschließend Podiumsdiskussion Creative Loop: How Can Ukrainian War Documentarians Move Beyond the Expected?
Frankreich, Österreich, Ukraine · 2024
Regie: Yelizaveta Smith, Alina Gorlova, Simon Mozgovy
Sat, 25 Oct 2025, 16:00
Prenzlauer Allee 80, 10405 BerlinAnschließend Podiumsdiskussion Creative Loop: How Can Ukrainian War Documentarians Move Beyond the Expected?
Hauptprogramm
Militantropos (lat. „milit“ – Krieger, gr. „antropos“ – Mensch) bezeichnet den Zustand des Menschen im Krieg. Diese Erfahrung fordert eine ständige individuelle und kollektive Transformation, bei der Krieg zur Bedingung des Weiterlebens wird.
Sat, 25 Oct 2025, 16:00
Prenzlauer Allee 80, 10405 BerlinAnschließend Podiumsdiskussion Creative Loop: How Can Ukrainian War Documentarians Move Beyond the Expected?
Am 25. Oktober, nach dem Film: Podiumsdiskussion „Creative Loop: How Can Ukrainian War Documentarians Move Beyond the Expected?“
Podiumsdiskussion
Am 25. Oktober, nach dem Film: Podiumsdiskussion „Creative Loop: How Can Ukrainian War Documentarians Move Beyond the Expected?“
Trotz des nahen Krieges laufen im Sanatorium Kujalnyk bei Odesa im Süden der Ukraine weiterhin Schlammbäder und Elektrotherapien – während eine kleine Gruppe nach Liebe, Heilung und Glück sucht.
Hauptprogramm
Trotz des nahen Krieges laufen im Sanatorium Kujalnyk bei Odesa im Süden der Ukraine weiterhin Schlammbäder und Elektrotherapien – während eine kleine Gruppe nach Liebe, Heilung und Glück sucht.
Ein Urlaub einer ukrainischen Familie auf Teneriffa wird zur Überlebensreise, als der Krieg eine Rückkehr unmöglich macht – ein bewegendes Bild von Zerbrechlichkeit und Widerstandskraft im Angesicht von Flucht.
Hauptprogramm
Ein Urlaub einer ukrainischen Familie auf Teneriffa wird zur Überlebensreise, als der Krieg eine Rückkehr unmöglich macht – ein bewegendes Bild von Zerbrechlichkeit und Widerstandskraft im Angesicht von Flucht.
Spielfilm, Science-Fiction · Belgien, Ukraine · 2024
Pavlo Ostrikov · 101'
Eine ukrainische Science-Fiction mit schwarzem Humor über den letzten Menschen im Universum, dessen Suche nach Nähe Sterblichkeit, Einsamkeit und die Sehnsucht nach Verbundenheit thematisiert.
Hauptprogramm
Eine ukrainische Science-Fiction mit schwarzem Humor über den letzten Menschen im Universum, dessen Suche nach Nähe Sterblichkeit, Einsamkeit und die Sehnsucht nach Verbundenheit thematisiert.
Ein eindringliches Drama über ein junges Paar, das am Vorabend der russischen Invasion in seiner neuen Wohnung eingeschlossen wird – zwischen Überlebenskampf und der Zerbrechlichkeit der Liebe im Belagerungszustand.
Hauptprogramm
Ein eindringliches Drama über ein junges Paar, das am Vorabend der russischen Invasion in seiner neuen Wohnung eingeschlossen wird – zwischen Überlebenskampf und der Zerbrechlichkeit der Liebe im Belagerungszustand.
2024/2025
90'
UFFB Shorts: außer Wettbewerb. Dieses Programm ist eine fröhliche Sammlung unkonventioneller, witziger und herrlich exzentrischer Filme, die unser Kurzfilmkomitee einfach nicht loslassen konnte. Von handgemachten Mikro-Kurzfilmen bis zu ausgereiften Genrearbeiten – alles ist dabei, solange es mit Leidenschaft und Talent gemacht ist. Ein bisschen von allem, für größtmögliche Freude zusammengestellt.
Kurzfilme
UFFB Shorts: außer Wettbewerb. Dieses Programm ist eine fröhliche Sammlung unkonventioneller, witziger und herrlich exzentrischer Filme, die unser Kurzfilmkomitee einfach nicht loslassen konnte. Von handgemachten Mikro-Kurzfilmen bis zu ausgereiften Genrearbeiten – alles ist dabei, solange es mit Leidenschaft und Talent gemacht ist. Ein bisschen von allem, für größtmögliche Freude zusammengestellt.
Dokumentarfilm · Ukraine, Deutschland · 2025
Eva Neymann · 124'
Ein poetisches Porträt von Odesa im Krieg – über Menschen, deren Alltag, Erinnerungen und Träume trotz Verlust und Ungewissheit weiterbestehen.
Sun, 26 Oct 2025, 16:00
Prenzlauer Allee 80, 10405 BerlinAnschließend Podiumsdiskussion Decolonial Perspectives: Local Histories and Voices
Sun, 26 Oct 2025, 16:00
Prenzlauer Allee 80, 10405 BerlinAnschließend Podiumsdiskussion Decolonial Perspectives: Local Histories and Voices
Spezialprogramm
Ein poetisches Porträt von Odesa im Krieg – über Menschen, deren Alltag, Erinnerungen und Träume trotz Verlust und Ungewissheit weiterbestehen.
Sun, 26 Oct 2025, 16:00
Prenzlauer Allee 80, 10405 BerlinAnschließend Podiumsdiskussion Decolonial Perspectives: Local Histories and Voices
Nach dem Film: Podiumsdiskussion „Decolonial Perspectives: Local Histories and Voices“
Podiumsdiskussion
Nach dem Film: Podiumsdiskussion „Decolonial Perspectives: Local Histories and Voices“
Wie fühlt es sich an, in Zeiten des Krieges erwachsen zu werden? In einem von ihnen selbst entwickelten kollaborativen Dokumentarfilm gewähren neun junge Ukrainerinnen einen einzigartigen Einblick in ihre Leben – in einen Alltag im Ausnahmezustand.
Spezialprogramm
Wie fühlt es sich an, in Zeiten des Krieges erwachsen zu werden? In einem von ihnen selbst entwickelten kollaborativen Dokumentarfilm gewähren neun junge Ukrainerinnen einen einzigartigen Einblick in ihre Leben – in einen Alltag im Ausnahmezustand.
Spielfilm, Drama, Biografie · Ukraine, Tschechien, Schweden, Slowakei · 2023
Ivan Tymchenko · 106'
1980, UdSSR. Der krimtatarische Aktivist Mustafa Dschemilew wird in ein sibirisches Dorf verbannt, um in einer Sauerstoffstation zu arbeiten; drei Menschen machen sich auf den Weg – eine, um ihn zu treffen, einer, um ihn zu vernichten, einer, um ihn zu schützen.
Ukraine Known Unknown
1980, UdSSR. Der krimtatarische Aktivist Mustafa Dschemilew wird in ein sibirisches Dorf verbannt, um in einer Sauerstoffstation zu arbeiten; drei Menschen machen sich auf den Weg – eine, um ihn zu treffen, einer, um ihn zu vernichten, einer, um ihn zu schützen.
Dokumentarfilm, Biografie, Musik · Ukraine · 2024
Artem Hryhoryan · 93'
Biografische Dokudrama über Nazarij Jaremtschuk – die erste ukrainische Pop-Ikone – erzählt über Erinnerungen der Familie, Tagebücher und seltenes Archivmaterial.
Ukraine Known Unknown
Biografische Dokudrama über Nazarij Jaremtschuk – die erste ukrainische Pop-Ikone – erzählt über Erinnerungen der Familie, Tagebücher und seltenes Archivmaterial.
Spielfilm, Drama, Melodram · Ukraine, Deutschland · 1994
Natalya Andreychenko · 105'
In einer sowjetischen Industriestadt während einer Cholera-Epidemie (1973–74) ringt Zina „Shamara“ Shamarina zwischen Liebe und Trauma, nachdem sie den Mann heiratete, der sie einst misshandelte.
Retrospektive
In einer sowjetischen Industriestadt während einer Cholera-Epidemie (1973–74) ringt Zina „Shamara“ Shamarina zwischen Liebe und Trauma, nachdem sie den Mann heiratete, der sie einst misshandelte.
Kyjiw an einem einzigen Tag: Ein Fremdenführer erfindet für US-Touristen eine neue Route und macht sie heimlich zur Lebensgeschichte eines „unbekannten“ Dichters – seiner eigenen.
Retrospektive
Kyjiw an einem einzigen Tag: Ein Fremdenführer erfindet für US-Touristen eine neue Route und macht sie heimlich zur Lebensgeschichte eines „unbekannten“ Dichters – seiner eigenen.
Das georgische Filmprogramm „Protest(s) continues - Georgian documentary cinema against the authoritarian regime“ vereint Kurzfilme aus der Filmserie „Geschichten von politischen Gefangenen in den Filmen georgischer Filmemacher*innen“, die führende Stimmen des georgischen Dokumentarfilms wie Salomé Jashi, Anna Dziapshipa, Tiku Kobiashvili u.a. versammelt. Hier werden in einzelnen Filmporträts die politischen Gefangenen, die so genannten „სინდისის პატიმრები/Sindisis Patimrebi“ (dt. Gefangenen des Gewissens) und deren dramatischen Schicksale eingefangen.
Das Programm schließt mit dem Dokumentarfilm „CHASE“ (დევნა/Dewna, 2025, Chai Docs) von Niniko Lekishvili. Die Regisseurin begleitet hier den Star des georgischen Gegenwartsfilms durch seinen krisenhaften Alltag zwischen Aktivismus, Protest und Privatleben.
Das Programm wird mit einem Gespräch zwischen der Kulturwissenschaftlerin und Kuratorin Irine Beridze und dem Anthropologen Dato Laghidze abgerundet.Kuratiert von Irine BeridzeGast: Anthropologe Dato Laghidze
Film Fokus
Das georgische Filmprogramm „Protest(s) continues - Georgian documentary cinema against the authoritarian regime“ vereint Kurzfilme aus der Filmserie „Geschichten von politischen Gefangenen in den Filmen georgischer Filmemacher*innen“, die führende Stimmen des georgischen Dokumentarfilms wie Salomé Jashi, Anna Dziapshipa, Tiku Kobiashvili u.a. versammelt. Hier werden in einzelnen Filmporträts die politischen Gefangenen, die so genannten „სინდისის პატიმრები/Sindisis Patimrebi“ (dt. Gefangenen des Gewissens) und deren dramatischen Schicksale eingefangen.
Das Programm schließt mit dem Dokumentarfilm „CHASE“ (დევნა/Dewna, 2025, Chai Docs) von Niniko Lekishvili. Die Regisseurin begleitet hier den Star des georgischen Gegenwartsfilms durch seinen krisenhaften Alltag zwischen Aktivismus, Protest und Privatleben.
Das Programm wird mit einem Gespräch zwischen der Kulturwissenschaftlerin und Kuratorin Irine Beridze und dem Anthropologen Dato Laghidze abgerundet.Kuratiert von Irine BeridzeGast: Anthropologe Dato Laghidze
Unter sowjetischer Herrschaft fungierte Zentralasien vor allem als riesige Rohstoffquelle. Über Jahrzehnte wurden Baumwolle, Kohle, Uran, Öl und Gas systematisch für den Export gefördert – mit verheerenden Folgen für die lokale Bevölkerung und die Umwelt. Die Planwirtschaft folgte einer klaren Arbeitsteilung: Während Schlüsselindustrien im europäischen Teil der UdSSR konzentriert blieben, wurden ganze Regionen im Osten auf Rohstoffabbau und den Anbau von Monokulturen reduziert. Usbekistan und Turkmenistan wurden in weitläufige Baumwollplantagen verwandelt; ihre Flüsse wurden künstlich umgeleitet, um die Felder zu bewässern – eine Politik, die zur katastrophalen Austrocknung des Aralsees führte, einem der schlimmsten ökologischen Desaster der Geschichte. Kasachstan wurde zum wichtigsten Uranlieferanten für das sowjetische Atomprogramm. Die Landschaft trägt bis heute die Spuren radioaktiver Belastung, am drastischsten rund um Semey (ehemals Semipalatinsk). In Kirgisistan erlebte der Bergbau unter sowjetischer Herrschaft einen Boom, ganze Städte wurden für die Extraktivindustrien erbaut – viele verfielen nach dem Zusammenbruch der UdSSR. Und doch bleibt der Bergbau auch in der postsowjetischen Ära einer der wichtigsten Wirtschaftssektoren Kirgisistans, heute weitgehend privatisiert und mit vielen Tagelöhnern.
Die Geschichte des Ressourcen-Extraktivismus in Zentralasien, die maßgeblich von der sowjetischen Politik geprägt wurde, ist im globalen Diskurs noch immer wenig bekannt. Dieses Programm präsentiert vier zeitgenössische Kurzfilme aus und über die Region, die sich aus ökologischer und postkolonialer Perspektive mit diesem Erbe auseinandersetzen. Die Filme untersuchen nicht nur Umweltfragen, sondern auch die menschliche Dimension von Land und Arbeit und stellen drängende Fragen zur (ökologischen) Zukunft der Region.Kuratiert von Azem Bekturova, Kunsthistorikerin und Filmkuratorin Gast: Mila Zhluktenko, Filmregisseurin
Film Fokus
Unter sowjetischer Herrschaft fungierte Zentralasien vor allem als riesige Rohstoffquelle. Über Jahrzehnte wurden Baumwolle, Kohle, Uran, Öl und Gas systematisch für den Export gefördert – mit verheerenden Folgen für die lokale Bevölkerung und die Umwelt. Die Planwirtschaft folgte einer klaren Arbeitsteilung: Während Schlüsselindustrien im europäischen Teil der UdSSR konzentriert blieben, wurden ganze Regionen im Osten auf Rohstoffabbau und den Anbau von Monokulturen reduziert. Usbekistan und Turkmenistan wurden in weitläufige Baumwollplantagen verwandelt; ihre Flüsse wurden künstlich umgeleitet, um die Felder zu bewässern – eine Politik, die zur katastrophalen Austrocknung des Aralsees führte, einem der schlimmsten ökologischen Desaster der Geschichte. Kasachstan wurde zum wichtigsten Uranlieferanten für das sowjetische Atomprogramm. Die Landschaft trägt bis heute die Spuren radioaktiver Belastung, am drastischsten rund um Semey (ehemals Semipalatinsk). In Kirgisistan erlebte der Bergbau unter sowjetischer Herrschaft einen Boom, ganze Städte wurden für die Extraktivindustrien erbaut – viele verfielen nach dem Zusammenbruch der UdSSR. Und doch bleibt der Bergbau auch in der postsowjetischen Ära einer der wichtigsten Wirtschaftssektoren Kirgisistans, heute weitgehend privatisiert und mit vielen Tagelöhnern.
Die Geschichte des Ressourcen-Extraktivismus in Zentralasien, die maßgeblich von der sowjetischen Politik geprägt wurde, ist im globalen Diskurs noch immer wenig bekannt. Dieses Programm präsentiert vier zeitgenössische Kurzfilme aus und über die Region, die sich aus ökologischer und postkolonialer Perspektive mit diesem Erbe auseinandersetzen. Die Filme untersuchen nicht nur Umweltfragen, sondern auch die menschliche Dimension von Land und Arbeit und stellen drängende Fragen zur (ökologischen) Zukunft der Region.Kuratiert von Azem Bekturova, Kunsthistorikerin und Filmkuratorin Gast: Mila Zhluktenko, Filmregisseurin
Wo Film auf House Music trifft – vereint durch die Liebe zur Kunst und zur Ukraine.Das jährliche Ukrainian Film Festival Berlin 2025 erreicht mit der Hauptabendveranstaltung im ACUD Club seine Halbzeit. Tage voller Kino verdienen ein unvergessliches Beisammensein. Willkommen sind alle: Festivalgäste, das Team sowie alle, die neugierig sind, einen Blick hinter die Kulissen des Festivals zu werfen – oder einfach einen ausgelassenen Freitagabend mit Tanz suchen. Für den Sound sorgt das ukrainische, in Berlin ansässige DJ-Kollektiv Hauswerks (Rina Katen, justcallmesergio, Loves_Kills), gefolgt später von einer Auswahl beliebter ukrainischer Hits für ein angeheitertes Mitsingen bis in die Nacht.
Festival Party
Wo Film auf House Music trifft – vereint durch die Liebe zur Kunst und zur Ukraine.Das jährliche Ukrainian Film Festival Berlin 2025 erreicht mit der Hauptabendveranstaltung im ACUD Club seine Halbzeit. Tage voller Kino verdienen ein unvergessliches Beisammensein. Willkommen sind alle: Festivalgäste, das Team sowie alle, die neugierig sind, einen Blick hinter die Kulissen des Festivals zu werfen – oder einfach einen ausgelassenen Freitagabend mit Tanz suchen. Für den Sound sorgt das ukrainische, in Berlin ansässige DJ-Kollektiv Hauswerks (Rina Katen, justcallmesergio, Loves_Kills), gefolgt später von einer Auswahl beliebter ukrainischer Hits für ein angeheitertes Mitsingen bis in die Nacht.
Kurzfilmwettbewerb
01
Jurypräsidentin
Darya Bassel verfügt über Erfahrung in der Fernseh- und Werbefilmproduktion. 2011 kam sie zum Internationalen Menschenrechts-Dokumentarfilmfestival Docudays UA, zunächst als Programmkuratorin und später als Leiterin der Branchenplattform. Seit 2013 arbeitet sie als Produzentin und nahm an den Programmen Eurodoc, Ex Oriente und EAVE teil. Zu den von ihr produzierten Filmen zählen „Outside“ (2022), das Drama „Butterfly Vision“ (2022) und die satirische Tragikomödie „The Editorial Office“ (2024). Ihr jüngster Film „Songs of Slow Burning Earth“ unter der Regie von Olha Zhurba feierte 2024 in Venedig Premiere und wurde mehrfach ausgezeichnet.
Foto © Hanna Hrabarska
02
Jurymitglied
Nir Ferber ist Dozent für Filmtheorie und promovierter Filmwissenschaftler. Neben seiner akademischen Tätigkeit arbeitet er als Filmkurator und ist derzeit Mitglied des Kurator*innenkollektivs des Jüdischen Filmfestivals Berlin Brandenburg.
Foto © Nir Ferber
03
Jurymitglied
Konstanty Kuzma ist Mitbegründer und Mitherausgeber des East European Film Bulletin, eines Online-Magazins zum mittel-, ost- und südosteuropäischen Kino. Er studierte Philosophie in Berlin, Berkeley und München und kam 2024 als Postdoktorand an das Institut für Philosophie der Universität Stuttgart. Derzeit gibt er einen bei Routledge erscheinenden Band über Film und urbane Räume in Belarus, Polen und der Ukraine heraus und produziert einen Archivfilm über Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs.
Foto © Sebastian Šimek
Gewinnerfilm — Kurzfilmwettbewerb
Eine junge Frau, die im Ausland lebt, versucht ihrer Mutter, die in der Ukraine zu Hause lebt, beizubringen, wie man Zoom benutzt und ein E-Mail-Konto erstellt. Was als einfache Anleitung in Sachen Technik beginnt, entfaltet sich nach und nach zu einem zarten, witzigen und tief vielschichtigen Porträt von Kommunikation und ihren Unzulänglichkeiten, von dem, was ausgesprochen wird, und dem, was unausgesprochen bleibt, von Familiencodes, die über Stille, Abwesenheit und Zeit hinweg Bestand haben.
Dieser animierte Dokumentarfilm spielt brillant mit der Form und findet in jedem Bild Witz und Wärme. Seine Animation ist schlicht, aber nie simplizistisch, und seine lebendigen Farben verleihen einer Geschichte emotionale Textur, die sich zugleich intim und universell anfühlt. Durch Anmeldungen, Fenster und digitale Unterbrechungen offenbart der Film etwas weitaus Tieferes über Fürsorge, Verständnis und Sehnsucht.
Wir, die Jurymitglieder, waren berührt von einem Film, der das Zusammentreffen von Kommunikationsschwierigkeiten mit der Generationenkluft einfängt, technologische Pannen in emotionale Einsichten verwandelt und Distanz in Wiederverbindung. Es ist ein Film, zugleich verspielt und tiefgründig, drahtlos in der Zuneigung, die er an sein Publikum überträgt.
Lobende Erwähnung
Für den Film, der aufdeckt, wie Echos der Vergangenheit unsere gegenwärtige Realität geprägt haben, und unsere Erinnerung wiederherstellt, sodass wir, anstatt einfach nur „nie wieder" zu sagen, in einen neuen Zyklus eintreten können – mit einem tieferen Verständnis dessen, wer wir sind.
Der Film vollbringt diesen politischen Akt durch poetische und sinnliche Bildgestaltung, spielt mutig mit Zeitebenen und zeigt die kühne Vision eines vielversprechenden jungen Filmteams.